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Das FAKTOR 10 - Haus

Heizkostenreduzierung um 90% - Das FAKTOR 10 - Haus

 

Der Eigentümer plante eine Vollsanierung des Gebäudes und beauftragte uns mit der Erstellung einer Energieberatung. Diese wurde und wird auch noch in diesem Jahr durch die BAFA, Bundesanstalt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle, mit einem Zuschuss von 300 €, bei einem Eigenanteil des Eigentümers von 222 € für ein Ein- oder Zweifamilienhaus, gefördert.

Haus vorher

 

Das von uns erstellte Gutachten wies einen errechneten Gesamtenergiebedarf von 62 cbm Gas oder 62 Liter Öl, jeweils pro m² Wohnfläche, aus. Die in unserem Gutachten vorgeschla-genen Maßnahmen hatten zum Ziel, mindestens den heutigen Energiestandard eines Neubaus nach Energieeinsparverordnung (EnEV) aus dem Jahre 2002, zu erreichen. In einer weiteren Optimierungsstufe erreichten wir dann sogar den Standard eines Energiesparhauses 60 nach den Vorgaben der KfW – Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau des Bundes). Das Gebäude blieb in seiner Grundstruktur vollständig erhalten. Lediglich eine große Dachgaube wurde hinzugefügt und eine eingezogene Loggia aus energetischen Gesichtspunkten geschlossen. Die so gewonnene Fläche wurde dem Wohnraum zugeschlagen.

Durch die nachstehend ausgeführten 10 Einzelmaßnahmen, konnte der Energieverbrauch von vormals 62 cbm/m² Jahr Gas auf jetzt 6,0 cbm/m² Jahr Gas, gleich 6,0 Liter Heizöl nach EnEV gesenkt werden:

Haus nachher

 

10 Schritte zu Ihrem Faktor 10 Haus:


  • Dämmung der Außenwand 200 mm stark mit einem Wärmedämmverbundsystem auf mineralischer Basis, U-Wert 0,18 W(m²K).
  • Dämmung des Daches mit Zellulosedämmstoff und Holzweichfaserplatten 320 mm stark. U-Wert 0,14 W(m²K).
  • Einbau dreifachverglaster Fenster U-Wert 1.0 W(m²K).
  • Dämmung der Kellerdecke auch von der Unterseite mit Holzweichfaserplatten 140 mm, U-Wert 0,22 W(m²K).
  • Einbau einer Komfort-Abluft-Anlage ohne Wärmerückgewinnung.
  • Einbau einer gasbetriebenen Brennwertheizung.
  • Einbau eines solaren Warmwasserkollektors mit einem 300-Liter-Speicher, Aufdachanlage.
  • Luftdichte Erstellung der Gebäudehülle mit Nachweis durch einer Blower-Doormessung.
  • Rückbau der alten Rollladenkästen, die jetzt in der Dämmebene des Außenputzes angeordnet werden.
  • Bilanzierung der Wärmebrücken durch einen gesonderten rechnerischen Nachweis.

 

Fazit:

Der Energieverbrauch des Gebäudes konnte durch v.g. Maßnahmen um 90 Prozent gesenkt werden. Es bedarf keiner zusätzlich aufwendigen Baumaßnahmen, sondern einer intelligenten optimierten Planung und Bauausführung aller 10 Einzelpunkte.

 

Die Neubauanforderungen konnten somit um etwa 50 Prozent unterschritten werden. Die Mehraufwendungen belaufen sich auf ca. 15.000 € gegenüber einer Standartsanierung, für erhöhte Dämmung sowie den zusätzlichen Maßnahmen aus den Ziffern 3,5,7,9 und 10.

Bei den derzeitigen Zinskonditionen bedeutet das eine monatliche Mehrbelastung von rd. 50 € für einen weit in die Zukunft reichenden Gebäudestandard.

Die jährlichen Energiekosten für Heizung und Warmwasser des Hauses, betragen nach den 10 aufgeführten Maßnahmen, nach den heutigen Energiepreisen, ca. 380,00 €/Jahr! Rechenbasis ist die Energieeinsparverordnung.

 

Stand: Mai 2006

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Energie- und umweltgerechtes Bauen Schwering

Leo Schwering Architekt BDA

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