| Thermografieaktion in Gelsenkirchen und Gladbeck |
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„Blaues Haus" Gelsenkirchen
Infrarot-Wärmebilder helfen Hausbesitzern Heizkosten zu senken
Viel rot, wenig blau. Die Thermografie zeigt, wo und wieviel Energie verloren geht.
Wo verliert mein Haus oder meine Wohnung bloß die ganze Wärmeenergie? Diese Frage stellen sich viele, wenn die Heizkostenrechnung ins Haus flattert. Eine Antwort kann die Infrarot-Gebäudethermografie mit Hilfe einer Wärmebildkamera geben. An Winterabenden machen Infrarotbilder sichtbar, wo die teuer erzeugte Wärme aus dem Haus entweicht und wirkungslos verpufft.
Auf den mit einer Wärmebildkamera aufgenommenen Bildern sieht ein Haus etwas anders als gewohnt aus. Durch unzulängliche Dämmung erstrahlen besonders warme Flächen an den Außenwänden oder undichte Fenster- und Türrahmen, durch die warme Luft entweicht, auf „Wärmebildern" in tiefem Dunkelrot. „Da verraten „rote Quadrate" auf vermeintlich gut isolierten Wänden tatsächlich nur ungenügend gedämmte Heizkörpernischen, durch die ein großer Teil der im Haus erzeugten Wärme verloren geht", erfährt man von Michael Bush, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW.
In Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen und der Bezirksgruppe Gelsenkirchen des Bundes deutscher Baumeister BDB, vertreten durch den Architekten Markus Gebhardt stellt die Verbraucherzentrale NRW ein Gesamtpaket für Hausbesitzer bereit, das Thermografie und Energieberatung miteinander verbindet. „Beide Bereiche gehören eng zusammen und das richtige „Lesen" eines Infrarotbildes erfordert schon einige Erfahrung", sagt auch Uwe Behrendt vom Referat Umwelt der Stadt Gelsenkirchen. „Wir raten Haus- und Wohnungseigentümern dazu, sich die Infrarotbilder von kompetenter und unabhängiger Seite erläutern zu lassen."
Die Verbraucherzentrale ist dabei der geeignete Partner. Die Energieberater/innen helfen bei der Interpretation der Wärmebilder, decken vor Ort Energieschlupflöcher auf und unterstützen die Planung von sinnvollen Energiesparmaßnahmen. „Wer auf der Grundlage dieser Informationen sein Gebäude winterfest macht, kann den Heizkostenrechnungen zukünftig wesentlich gelassener entgegensehen", so Behrendt.
Besonders beim Bau schon etwas älterer Häuser wurde noch nicht so sehr auf Wärmedämmung geachtet. Bei Häusern die 30 Jahre oder älter sind, ist der „Thermocheck" deshalb besonders aufschlussreich. Wer sich also in der kalten Jahreszeit über den Modernisierungsbedarf seines Hauses einen ersten Überblick verschaffen will, ist bei der laufenden Thermographie (Wärmebild)-Aktion mit anschließender Energieberatung der Sanierungsinitiative Ruhrgebiet (Verbraucherzentrale NRW) bestens aufgehoben.
Aber warum „Blaues Haus"? Nun, blaue Flächen auf den Bildern der Infrarotkamera signalisieren kalte, also gut isolierte äußere Hausfassaden, Fenster und Türen. Ein möglichst „Blaues Haus" im Wärmebild ist also das anvisierte Ziel. Blau anstreichen, so der Energieberater der Verbraucherzentrale augenzwinkernd, ist aber in diesem Fall keine Lösung.
Informationen und Anmeldung unter der Info-Hotline der Verbraucherzentrale NRW 0180-111 5 999 (3,9 Cent/Minute, Mobilfunkpreise abweichend) oder unter www.sanit.vz-nrw.de, bei Herrn Markus Gebhardt, Sachverständiger und Architekt vom Bund deutscher Baumeister in Gelsenkirchen 0209/31 88 99-1 ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) sowie im Umweltreferat der Stadt Gelsenkirchen 0209/169 - 4600 und - 4584. Im Internet unter www.alt-bau-neu.de und www.be-wertarbeit.de erhalten Sie auch weitere Informationen rund um das Thema „Energetische Gebäudesanierung". |